ÜBER UNS

Uns – Natascha Flumini und Nikolina Stanic – verbindet eine jahrzehntelange Freundschaft. Seite an Seite navigierten wir durch die Abenteuer der Sekundarschulzeit, des Gymnasiums, der Studienjahre und der Familiengründung. Literatur war dabei unser leiser Begleiter, unser zwischenmenschliches Bindeglied, unser Schmiermittel.

Beruflich führten uns unsere Wege in unterschiedliche Richtungen: Die eine zog es vom Biologie-Studium zur Kunst- und Kulturlandschaft und schliesslich in die Vermittlungsarbeit an Museen – die andere ging in die Sozialwissenschaften und – nach vielen Jahren in Forschung und Lehre zu Migration und sozialer Ungleichheit – schliesslich zur Eidgenössischen Migrationskommission als wissenschaftliche Mitarbeiterin.
Im Jahr 2017 mündeten unsere diversen Leidenschaften, Interessen und Kompetenzen im Pilotprojekt «Transforum – Wort, Werk und Wein» – und eröffneten uns eine neue Dimension unserer Freundschaft: das gemeinsame Konzipieren und Kreieren. Während zweier Jahre trafen wir uns mit Interessierten im Quartiertreffpunkt Zehntenhaus in Zürich Affoltern, einem ehemaligen Werkstattraum, um miteinander zu lesen, zu sinnieren und zu gestalten.

Die Resonanz war gewaltig: Ein Raum inspirierender zwischenmenschlicher Verbindung entstand, in dem nicht nur Worte in Werke transformiert wurden, sondern das gemeinsame Gestalten über das Werk hinaus wirkte und persönliche Haltungen, Perspektiven und Selbstbilder in Bewegung brachte. Wir waren zutiefst berührt und beeindruckt von der Wirkmächtigkeit dieses gemeinsam kreierten Prozesses, der lange nachhallte.

In den darauffolgenden Jahren durchlebten wir beide eine Phase intensiven beruflichen Engagements. Doch auch hier gründeten wir Lesegruppen und bildeten uns in den Bereichen Kunst und Literatur weiter, unter anderem im von Jane Davis (The Reader) in Liverpool entwickelten «Shared Reading»-Modell, das unser TRANSFORUM – vom Wort zum Werk punktuell inspirierte.